Lions Club Rotenburg LEA

PRESSE

 

15. April 2021, Rotenburger Kreiszeitung

Leas unterstützen den Freibettenfond

Gesa Weiss (v.l.) und Lea-Präsidentin Janin-Christina Schwarzkopf überreichen Christine Janssen die Spende für den Freibettenfonds. Foto: acb

1 500 Euro für Freibettenfonds

Rotenburg – Der Freibettenfonds im Rotenburger Diakonieklinikum ermöglicht Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten seit vielen Jahren wichtige Operationen und die entsprechende medizinische Behandlung. Die unbegleiteten Minderjährigen verbringen meist etwa ein Jahr in Deutschland, aktuell wird ein Junge aus Afghanistan behandelt. In nicht-stationären Zeiten sind die Kinder im Friedensdorf in Oberhausen untergebracht. Um die notwendigen Behandlungen zu ermöglichen, spenden die Leas, der Damenklub der Lions, regelmäßig.

Auch jetzt überreichten Präsidentin Janin-Christina Schwarzkopf und Gesa Weiss einen Scheck über 1 500 Euro an Fundraiserin Christine Janssen. Denn auch, wenn die Ärzte ehrenamtlich arbeiten, werden Spenden für Medikamente und andere notwendige Hilfsmittel immer benötigt.  acb

Rotenburger Kreiszeitung/Visselhöveder Nachrichten vom 15.04.2021, Seite 15

10. April 2021, Rotenburger Rundschau

Leas Küken

Katharine von Schiller (links) und Janin-Christina Schwarzkopf präsentieren die „Gute-Laune-Küken“. Fotos: Judith Tausendfreund

Die erste Küken-Edition

Kreative Idee des Lions-Clubs Rotenburg sorgt für gute Laune

Von Judith Tausendfreund

Der Lions Club Rotenburg LEAs ist bekanntfür abwechslungsreiche Events, die dem guten Zweck dienen. So veranstaltet der Club gernemal eine Kino-Matinee, eine Oldienight, diverse Märkte und mehr. Seit Beginn der Pandemie mussten diese Aktivitäten eingestellt werden, dementsprechend fehlen die Gelder, mit denen eben in anderen Jahren viele verschiedene soziale Projekte unterstützt wurden.

„Unser Aktionen laufen allerdings weiter und werden durch Spenden, die wir als Mitglieder geben, weiterfinanziert“, berichtet nun Präsidentin Janin-Christina Schwarzkopf. Zusätzlich werden die Gelder, die vonden Mitgliedern in anderen Jahren schon einmal für gemeinsame Reisen oder ähnliche Events ausgegeben wurden, nun in das soziale Engagement des Vereins gesteckt. Daneben hat Schwarzkopf, gemeinsam mit Katharine von Schiller, eine neue Idee entwickelt. „Wir wollen ab diesem Jahr und dann auch in Zukunft jeweils eine ganz besondere LEAs-Küken-Edition herausgeben“, so die beiden Initiatoren. „Die Idee haben wir schon vor vielen Monaten entwickelt, wir konnten nur aufgrund der Corona-bedingten Schließung des Landparks und auch des Landatelier nicht so schnell mit der Umsetzung beginnen“, schildert von Schiller. Die bunten Küken sind aus Stoff und zu 100 Prozent selbstgemacht. Sie werden von Hand genäht und mit Stopfwolle gefüllt, ein Exemplar kostet zehn Euro. „Davon werden wir acht Euro als Spende für den guten Zweck zur Verfügung stellen, zwei Euro brauchen wir für die Materialkosten“, erklärt Schwarzkopf. Die Küken können als Oste-geschenk überreicht werden, sie sind Deko-Idee oder können auch als Schmusekissen genutzt werden. „Es sind gute Laune-Küken“, strahlen Schwarzkopf und von Schiller. Spontan beschliessen die beiden, drei der Küken zu verlosen und zwar an diejenigen, die sich mit kreativen Ideen melden, was man noch alles mit den Küken machen kann. Wer sich diesbezüglich melden möchte, kann dies unter info@lions-rotenburg.de umsetzen.

In Zukunft soll es in jedem Jahr gegen Ostern eine neue Edition der Küken geben. Genäht werden die bunten Küken von den Frauen, die seit einigen Jahren im Landatelier im Rahmen eines Förderprojekts aktiv geworden sind. „Unsere Hauptnäherin ist Samira Abdollahi“, berichtet von Schiller. Alle freuen sich, inzwischen auf diese Art und Weise wieder zusammen zu arbeiten. Dabei näht aktuell niemand im Landatelier, sondern alle Beteiligten nähen zu Hause. „Wir hoffen, dass wir das Atelier bald wieder öffnen dürfen“, betont von Schiller.Denn die Frauen, alle mit Flüchtlingshintergrund, wollen sich integrieren. Durch das Angebot, gemeinsam zu nähen, konnten Angebote der Sprachförderung und auch der Kinderbetreuung gemacht werden. „Es sind auch Freundschaften entstanden“, wissen die Initiatoren, die sich zumindest mit Blick auf das gemeinsame Nähen aktuell noch gedulden müssen. Die witzigen Küken kann man aber schon kaufen, in Rotenburg zum Beispiel bei Juwelier Thoden, Buchhandlung Müller, Jette C und Garten Grewe. Auch auf Ebay-Kleinanzeigen kann man die Küken erwerben, hier unter dem Stichwort „LEA Lions Oster-Küken“. Eine weitere Möglichkeit ist der Kontakt über www.land-art.shop. „Über diese verschiedenen Möglichkeiten können alle Interessenten kontaktlos Freude verschenken und gleichzeitig unsere Projekte unterstützen“, freut sich LEA-Präsidentin Schwarzkopf.

08. April 2021, Rotenburger Kreiszeitung

Leas Küken

Janin-Christina Schwarzkopf (l.) und Katharine von Schiller mit den selbstgenähten LEA-Küken. Foto: jtb

Handgefertigte Küken für den guten Zweck

Lauenbrück. Katharine von Schiller und Marketingfachfrau Nina Grünewald sind sich einig: Die gemeinsame Zeit mit den Frauen im Landatelier des Landparks Lauenbrück war bemerkenswert und sollte am besten wieder aufgelebt werden. 2017 war die Idee geboren worden, 2018 bis 2019 weiter gewachsen. Das damals begonnene Projekt richtete sich an Frauen mit Migrationshintergrund und deren Kinder. Vom Sprachkurs bis hin zur umweltpädagogischer Betreuung der Kinder war alles durchorganisiert.

„Es ging und geht auch um die Wertschätzung der Arbeit der beteiligten Frauen, die sich integrieren möchten und froh über Kontakte sind“, weiß Lea-Präsidentin Janin-Christina Schwarzkopf (Lions Club Rotenburg), die gemeinsam mit den Frauen aus dem Landpark nun eine Idee für das Projekt hatte. Denn momentan liegt alles auf Eis, wegen der Pandemie kann das Landatelier nach wie vor die Tore nicht öffnen, auch die weitere Projektförderung ist nicht klar. „Wir wollen die Werkstatt aber unbedingt wieder und weiter ans Laufen bekommen“, betont Landpark-Geschäftsführerin von Schiller.

16 Frauen waren hier aktiv, insgesamt könnten 29 Plätze besetzt werden. „Wir überlegen in alle Richtungen“, berichtet sie. Von Schiller weiß, wie sehr die beteiligten Frauen die regelmäßigen Treffpunkte vermissen. „Über eine Whatsapp-Gruppe tauschen sich momentan alle aus.“ Und die Beteiligten sind kreativ – gemeinsam mit den Rotenburger Leas wurde jetzt ein Küken kreiert. „Wir wollen schon länger eine Idee entwickeln, mit der wir – möglichst kontaktlos – jedes Jahr von Neuem auf eine schöne Art auf uns und auf die vielen sozialen Projekte, die wir fördern, aufmerksam machen können“, erklärt Schwarzkopf. Gemeinsam mit den Schillers entstand die Idee, ein Stoff-Küken auf den Markt zu bringen. „Hühner sind in und legen Eier. Die Lea-Küken können Gelder für den guten Zweck ,legen‘“, sagen die Initiatorinnen mit einem Schmunzeln.

Da vor Ort nicht genäht werden darf, haben die Kinder der Familie von Schiller, Xenia und Thassilo, einen Lehrfilm gedreht. In 20 Minuten wird erklärt, wie man ein solches Küken nähen kann. „Das ist gar nicht so einfach, mindestens eine Stunde braucht es“, berichtet Katharine von Schiller. Seit gut acht Wochen ist der Film fertig, seitdem nähen die Frauen aus der Landatelier-Gruppe zu Hause.

Zu kaufen sind sie für zehn Euro, acht Euro fließen jeweils in soziale Projekte. Gerade über Ostern haben sie den Verkauf angekurbelt. „Diese erste Edition wird noch ein wenig im Verkauf sein“, erklärt Schwarzkopf.

In Zukunft soll es dann in jedem Jahr ein anderes Motto geben, „da sind wir noch für Ideen offen. Wir können gerne für die besten Vorschläge drei Küken in eine Verlosung geben“, so Schwarzkopf. „Wir sind froh, dass wir nun mit dieser neuen Aktion in die Öffentlichkeit gehen können.“ Denn das vergangene Jahr war im Gegensatz zu anderen Jahren eben nicht von Veranstaltungen geprägt. „Wir generieren Spendengelder, um soziale Projekte zu fördern, doch 2020 musste natürlich auch bei uns alles ausfallen“, so die Präsidentin. Aktuell engagierten sich die LEAs aber weiter, „wir können unsere langfristig angelegten Projekte fortführen“, erklärt Schwarzkopf.

Die handgefertigten Küken sollen in Zukunft ebenfalls ein fester Bestandteil im Portfolio werden. Erwerben kann man die Deko-Artikel bei Juwelier Thoden, Buchhandlung Müller, Jette C und Garten Grewe in Rotenburg.  jtb

Quellenangabe: Rotenburger Kreiszeitung/Visselhöveder Nachrichten vom 08.04.2021, Seite 17

01. November 2020, Rotenburger Kreiszeitung

Leas überreichen Spende an Verkehrswacht Rotenburg

Dank der Unterstützung der Leas hat die Verkehrswacht Rotenburg Mountainbikes für ein neues Programm an den Schulen anschaffen können. Winfried Reimann (2. v.l.) und Christoph Steinke sind Emine Bakici-Neujahr (l.) und Janin-Christina Schwarzkopf von den Leas dankbar für die Unterstützung. ©Witte

Mit der richtigen Balance

Verkehrswacht erweitert mit „MTB School“ Angebot für Schulkinder

Rotenburg – Egal ob es um die Umgestaltung der Rotenburger Goethestraße oder um die Diskussion einer Geschwindigkeitsbeschränkung in einer Straße geht: Die Verkehrswacht ist bei Gesprächen, in Arbeitskreisen und Verkehrsschauen mit im Boot. Der Verein hat immer die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Blick – egal ob jung oder alt, ob motorisiert unterwegs oder nicht. Das betonen der zweite Vorsitzende Winfried Reimann und Kassenwart Christoph Steinke im Gespräch mit der Kreiszeitung. Als Vorstandsmitglieder begleiten sie auch die diversen Präventionsprogramme des Vereins. Und da steht die Verkehrswacht mit etwas Neuem in den Startlöchern: die „MTB School“.

Die dafür benötigten Mountainbikes bekommt der Verein pünktlich zur Mitgliederversammlung geliefert. Jetzt muss noch ein Parcours gebaut werden. „Natürlich alles in Eigenleistung“, erklärt Steinke. Mit dem neuen Angebot will die Verkehrswacht an Schulen gehen und dort Schüler der Klassen vier bis sieben auf die Mountainbikes setzen. In dem Parcours sollen sie Hindernisse bewältigen, über Rampen fahren und spielerisch Aufgabe bewältigen. „Wir wollen damit die Fertigkeiten der jungen Leute auf dem Fahrrad erhöhen“, erklärt Steinke. Nur wer sicher mit dem Fahrrad umgehen kann, könne sich gut auf den Verkehr um ihn herum konzentrieren.

Und darauf lege die Verkehrswacht bei all ihren Programmen Wert. Der Faktor Mensch sei meist entscheidend, wenn es zu Unfällen kommt, so Reimann. Die Straßen seien in der Regel sicher, Autos und andere Verkehrsmittel ebenso. Fehlende Konzentration oder Ablenkung hingegen führten häufig zu gefährlichen Situationen und Unfällen. Ablenkung sei sogar bei jedem zehnten Unfall die Ursache, so Steinke – auch wenn der Nachweis häufig schwierig ist. Die meisten Angebote der Verkehrswacht zielen daher darauf ab, die Verkehrsteilnehmer zu erziehen und aufzuklären.

Das fange schon bei den ganz jungen an – schon im Kindergartenalter. Für diese Altersklasse gibt es beispielsweise das Rollermobil, das an Kindergärten aber auch Grundschulen verliehen wird. Neben den klassischen Rollern können die Kinder auch die Laufräder ausprobieren und gemeinsam mit den von der Verkehrswacht geschulten Erziehern und Lehrern Übungen ausprobieren. Dabei gehe es vor allem um die Balance, die geschult werden soll. Denn die sei auf fast allen Verkehrsmitteln gefragt, „egal ob Roller, Fahrrad oder Motorrad. Nur im Auto nicht“, so Reimann.

In den Grundschulen begleitet die Verkehrswacht auch das Radfahrtraining sowie eine Prüfung, die meistens die vierten Klassen absolvieren. Dabei beobachten die Vorstandsmitglieder des Vereins, wie gut die jungen Radler mit dem Verkehrsmittel zurechtkommen und sich auf der Straße verhalten. Die Unsicherheit der Schüler, meint Steinke, habe eher zugenommen. „Das ist ein Zeichen, dass zuhause zu wenig mit dem Rad gefahren wird“, glaubt der Polizist. Das zeige auch das Problem der Elterntaxis vor den Schulen. Dabei sei so wichtig, dass die Kinder frühzeitig Fahrradfahren lernen und am Straßenverkehr teilnehmen. „Je mehr sie fahren, desto sicherer werden sie.“ Eltern, die nicht wissen, welcher Weg zur Schule für ihr Kind sicher ist, gibt die Verkehrswacht auch Empfehlungen. „Wir schauen uns vor Ort an, welche Strecke geeignet ist.“

Eher um Aufklärung als um Erziehung geht es für die Senioren, für die die Verkehrswacht „Fit im Auto“ anbietet. Für ältere Menschen, besonders in ländlichen Regionen, ist die eigene Mobilität wichtig, betont Reimann. Bei „Fit im Auto“ könnten sie ihre Kenntnisse auffrischen und Fähigkeiten überprüfen.

Dazu gehört ein theoretischer Teil zu neuen Regelungen der Straßenverkehrsordnung, Kenntnisse über das eigene Auto und eine Fahrstunde. Am Ende bekämen die Teilnehmer eine Rückmeldung, ob sie noch gut im Straßenverkehr zurechtkommen oder ob sie eventuell zur Auffrischung einige Fahrstunden machen sollten. „Viele sind sehr aufgeregt im Vorfeld“, hat Reimann beobachtet. Das sei aber unbegründet. Schließlich könne niemand am Ende einfach so seinen Führerschein verlieren. „Eigenverantwortlichkeit ist da ein wichtiges Stichwort“, findet Reimann. Das Programm solle helfen, die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen.

In diesem Jahr konnte „Fit im Auto“ wegen Corona allerdings nicht angeboten werden, es findet immer nur von Frühling bis Herbst statt. „Wir hoffen auf das kommende Jahr“, so Steinke. Keine Probleme hingegen gab es bei der Durchführung der Programme an den Schulen. Vieles sei nach der Schulschließung im Frühjahr nachgeholt worden. „Teilweise haben die weiterführenden Schulen auch die Fahrradprüfungen übernommen, die eigentlich in den vierten Klassen stattgefunden hätten“, freut sich Steinke.

Bei der Verkehrserziehung gingen Theorie und Praxis Hand in Hand, antwortet Steinke auf die Frage, wie die Teilnehmer sich die Informationen besser merken können. „Die Praxis macht es erfahrbar“, ist Reimanns Einschätzung. Mit Sicherheit gilt das für das Fahrsicherheitstraining, dass die beiden Verkehrswachten Rotenburg und Bremervörde-Zeven anbieten. „Die Kosten übernimmt dafür übrigens für Teilnehmer bis 24 Jahren der Landkreis“, berichtet Steinke.

Vielen sei dieses Angebot für Fahranfänger gar nicht bekannt, glaubt er. Natürlich könnten auch ältere Verkehrsteilnehmer mitmachen, dann koste es aber 99 Euro. Von dem Geld werden zum Beispiel die eingesetzten Fahrlehrer bezahlt, die Verkehrswacht übernehme die Organisation komplett ehrenamtlich. „Generell werden die Programme finanziell vom Landkreis unterstützt“, weiß Steinke. Die Bußgelder würden an dieser Stelle eingesetzt.

Für das kommende Jahr hofft die Verkehrswacht nun, dass sie ihre mithilfe der Leas angeschafften Mountainbikes erfolgreich einsetzen und die „MTB School“ sich an den Schulen genauso etabliert wie die anderen Lehrprogramme. 900 Euro hatten die Leas als Erlös beim Haxenabend zusammenbekommen.

17. August 2020, Rotenburger Kreiszeitung

Leas überreichen Spende an Klinkclowns

Clowns, Personal und Unterstützerinnen:
Die Leas überreichen die Spende in Höhe von 1 200 Euro.

Leas unterstützen Klinikclowns

Rotenburg – Die Leas, der Damenklub von den Lions in Rotenburg, unterstützen seit acht Jahren die Auftritte der Klinikclowns auf der Kinderstation des Agaplesion Diakonieklinikums. So auch in diesem Jahr. Bereits im Februar sind 1 200 Euro bei einem gemeinsamen Frühstück mit anschließender Filmvorführung für die Klinikclowns gesammelt worden. „Nun konnten sich der Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Christof Kluthe, und die Pflegekräfte der Station für die großzügige Spende bei den Leas bedanken“, schreiben die Leas in einer Pressenotiz.

Deren Präsidentin Janin-Christina Schwarzkopf überreichte mit Erika Schumann-Moeßeler, Emine Bakici-Neujahr und Bettina Dudeck die Spende. Die Klinikclowns sorgten mit einem Ständchen für ein fröhliches Intermezzo auf dem Balkon der Klinik, berichten sie.

Die Patienten und ihre Eltern seien dankbar für jede Ablenkung und Aufmunterung, die sie während des Klinikaufenthalts durch die Späße der Clowns erhielten. Lachen sei gesund und helfe, für einen Moment Kummer und Sorgen zu vergessen. Nur mit privaten Spenden könne die Kinderklinik die Besuche der Klinikclowns ermöglichen. „Wir freuen uns über weitere Zuwendungen für die Klinikclowns“, so die Leas.

Das Spendenkonto des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg lautet: Bank für Sozialwirtschaft; DE48 5502 0500 0004 6123 45, Stichwort Klinikclown. Wer die Anschrift angibt, bekommt eine Bescheinigung.

Quellenangabe: Rotenburger Kreiszeitung/Visselhöveder Nachrichten vom 17.08.2020, Seite 9

27. Juni 2020, Rotenburger Rundschau

Rückblick und Ausschau

Übergabe Charterurkunde LEAs 2020

Die neue Präsidentin Janin-Christina Schwarzkopf (links) erhielt als Überraschungsgeschenk einen organisierten Radausflug, der auch sogleich begann. Neben ihr die scheidende Präsidentin Christa Förster-Müller

Neu im Amt: Janin-Christina Schwarzkopf ist neue Lea-Präsidentin

von Judith Tausendfreund

Rotenburg. Während Christa Förster-Müller vor gut einem Jahr im Rahmen einer Outdoor-Party das Amt als Lea-Präsidentin übernehmen konnte, musste diese Art Übergabe diesmal ausfallen - noch sind grolle Feierlichkeiten in Anbetracht von Corona zu gefährlich. "In den vergangenen Monaten konnte natürlich vieles nicht seinen gewohnten Gang gehen", berichtete nun rückblickend die scheidende Präsidentin. Die ursprünglich bis in den Sommer hinein geplanten Veranstaltungen konnten nur bis zum 11. März stattfinden, anschließend mussten alle Ideen verschoben werden.

"Wir haben allerdings nun geplant, dass die von mir schon entwickelten Events später nachgeholt werden", so Förster-Müller. Gemeinsam mit einigen Clubmitgliedern und vor allem ihrer Nachfolgerin Janin-Christina Schwarzkopf war sie in den Rotenburger Wachtelhof gekommen, um den Wechsel der Präsidentschaft zu feiern.

Insgesamt, so stellten alle fest, sei das Zusammengehörigkeitsgefühl im Club sehr groß, und die Mitglieder überwanden die schwierigen Monate gemeinsam. Um den Kontakt zueinander nicht zu verlieren, organisierten sie zum Beispiel virtuelle Clubabende. Die Köche des Wachtelhofs bereiteten Speisen „to go" vor, alle Beteiligten holten sich diese ab und aßen alleine zu Hause, allerdings mit gleichzeitigem Austausch über WhatsApp und andere Kanäle. Auch Wahlen wurden online gestaltet, vieles musste eben per E-Mail geklärt werden.

"Dabei haben wir etwa die virtuellen, gemeinsamen Abende durchaus mit Spendenaufrufen kombiniert", gab die nun verabschiedete Präsidentin einen Einblick in die bemerkenswerte Zeit. "Mit dem letzten Spendenaufruf konnten wir noch einmal 1.300 Euro einnehmen, das hat uns sehr gefreut", betonten die Anwesenden, denn die Damen des Lions Club verpflichten sich den Dienst am Nächsten über den eigenen, persönlichen Profit zu stellen.

So gibt es im Club eine eigene Spendengruppe, die jeweils vor den Mitgliederversammlungen erörtert, welchen Projekten die Gelder zukommen sollen. "2019 wurde zum Beispiel das Umweltbildungszentrum unterstützt, auch den Klinikclowns konnten wir Spendengelder zukommen lassen", so die zehnte Präsidentin, die der Club ernannt hatte. "Eigentlich wollte ich als zehnte Präsidentin in Erinnerung bleiben, nun bin ich ungewollt ,Corona-Präsidentin' geworden", so Förster-Müller.

Mit der jährlichen Aufstellung einer neuen Präsidentin ist immer ein neues Programm verbunden, ,,sodass sich alle Clubmitglieder immer wieder über neue inhaltliche Anregungen freuen können", wusste sie weiter zu berichten.

Diese Tradition bleibe den Mitgliedern erhalten, auch wenn in den vergangenen Monaten der persönliche Austausch fehlte. "Ich habe schon vor längerer Zeit begonnen, mögliche Ideen für das weitere Programm zu sammeln", sagte Nachfolgerin Schwarzkopf.

Zum 1. Juli startete ihr Jahr, "und ich bin wirklich sehr dankbar, dass die Clubmitglieder mir diese Aufgabe anvertraut haben". Die Ärztin hat ihr Programm unter das Motto "Der Mensch, die Medizin und mehr" gestellt, Thema des ersten Abends war "Achtsamkeit im täglichen Leben". Mit Blick auf die Pandemie, die nach wie vor grassiert, ist bislang nur eine Veranstaltung außer Haus vorgesehen. "Wir bleiben hier im Wachtelhof, da ich mir sicher bin, dass dieser ein gutes Schutzkonzept umsetzen kann", erklärte sie. Geplant sei weiterhin ein Vortrag über das Thema Impfen: "vielleicht haben wir bis dahin auch schon weitere Informationen in Sachen Corona-Impfung."

lm September feiert der Club sein zehnjähriges Bestehen. "Wenn alles gut geht, wollen wir an die Ostsee reisen", so Schwarzkopf. Neben den Themenabenden wollen sich alle Beteiligten nun auch wieder verstärkt um Spenden bemühen. "Durch die Veranstaltungen, die wir absagen mussten und vielleicht auch durch die finanziellen Sorgen, die manche Unternehmen aktuell haben, könnte es sein, dass wir in diesem Jahr einen leichten Spendenrückgang verschmerzen müssen", erklärte Förster-Müller. Dabei sei der Wunsch, sich nun wieder öfter und auch persönlich zu treffen, bei allen Mitgliedern groß. "Gerade die Diskussionen um Projekte, die wir fördern wollen, verlaufen in direkten Kontakt einfach angenehmer und besser als über E-Mail-Kontakt", sagte sie. Dies bestätigte ihre Nachfolgerin: "Als Präsidentin werde ich gerne noch mehr Zeit in die ehrenamtliche Arbeit des Clubs stecken. Meine Familie hat die Wahl mit Begeisterung aufgenommen und will mich bei der Arbeit auch unterstützen", so Schwarzkopf. Als Start ins Amt und sicher auch als Trost für die ausgefallene Party startete sie noch am selben Abend eine Radtour begleitet von einigen Mitstreiterinnen.

27. Juni 2020, Rotenburger Kreiszeitung

Von der Kultur zur Medizin

Übergabe Charterurkunde LEAs 2020

Die Charterurkunde übergibt Christa Förster-Müller (l.) an die neue Präsidentin Janin Schwarzkopf. Foto: Beims

Neue Lea-Präsidentin: Christa Förster-Müller übergibt Charterurkunde an Janin Schwarzkopf

Rotenburg - Mit einem solchen Ende ihres Präsidentschaftsjahres hätte Christa Förster-Müller nichtgerechnet. Dank Corona war es kürzer als geplant, die Aktivitäten der Leas, der Damengruppe der Lions, auf Null. „Die letzten drei Monate fehlen, das ist nicht schön“, bedauert sie und scherzt: „Ich gehe als Corona-Präsidentin in die Annalen ein.“ Und Corona II.“ wie Janin Schwarzkopf einsteigt, ist bereits in den Startlöchern: Denn die Frauenärztin aus Rotenburg übernimmt ab 1. Juli die Präsidentschaft. Am Mittwoch hat ihr Förster-Müller im Wachtelhof traditionell die Charterurkunde überreicht.

Dennoch war es ein spannendes Jahr, in dem sie wieder viel erreicht hätten, zieht die scheidende Präsidentin ein Fazit. Ihr Jahr lief unter dem Motto „Kultur und Interkultur“ mit vielen Vorträgen rund um das Thema. So waren unter anderem der Syrer Samer Tannous und seine Frau zu Gast, haben von ihrem neuen Leben in Rotenburg erzählt und Silke Dodenhoff vom Jugendberufszentrum und Katharina Engelhardt, stellvertretende Schulleiterin der BBS Rotenburg und Mitglied der Leas, haben über ihre Erfahrung ihre Erfahrung aus der Arbeit mit jungen Migranten berichtet. Geplante Besuche wie in der Rotenburger Moschee, mussten nun allerdings ausfallen, werden aber wenn möglich von Schwarzkopf nachgeholt.

„Wir haben ein schönes Club leben, jede Präsidentin hat ihre eigene Richtung, ihr eigenes Thema. So können wir uns immer wieder auf etwas Neues freuen", sagt die ehemalige Personalleiterin Förster-Müller.

So ist es wenig überraschend, dass sich Schwarzkopf für das Motto „Mensch, Medizin und mehr" entschieden hat. Dafür hat sie Kollegen eingeladen, die zu aktuellen Themen Vorträge halten werden. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird", sagt sie bei der Übergabe. „Ich wünsche mir, dass wir uns bald wieder versammeln können, das ist immer schön und erfolgreich." Denn durch den Wegfall von Veranstaltungen fällt das Sammeln von Spenden dabei weg.

Stattdessen gab es nun einen virtuellen Clubabend. Jedes Mitglied konnte sich im Wachtelhof ein Essen abholen, „wir haben uns dann Nachrichten und Fotos geschickt", erzählt Förster-Müller. Das Essen hatte der Club gesponsert, stattdessen um eine Spende für ein Corona Projekt gebeten. Mit Erfolg: 1300 Euro kamen zusammen. Zu Schwarzkopfs Herzensprojekten zählen die Klinikclowns und das geplante Hospiz, international Augenoperationen und Wasserprojekte. „Aber letztlich geht es allen um das Eine: Dass es anderen besser geht. Das ist online möglich, aber real viel besser." So eine reale Überraschung wartete am Ende auf die beiden Frauen. Mit Fahrrädern ging es auf eine kleine Tour mit kurzen Stopps bei weiteren Leas.

20. Februar 2020, Rotenburger Kreiszeitung

1.200 Euro für Klinik-Clowns

Kinomatinee der LEAs 2020

Foto Goldstein

Leas spenden 1.200 Euro für die Klinik-Clowns

Die Benefizveranstaltung der Leas (Lions-Club-Damen) zugunsten der Bremer Klinik-Clowns im Rotenburger Heimathaus ist wieder ein voller Erfolg gewesen. Die Kombination eines gemeinsamen Frühstücksbüfetts mit anschließender Filmvorführung hat sich einmal mehr bewährt und den Leas ein volles Haus beschert. "Nach Abzug aller Kosten werden wir den Betrag in Höhe von 1.200 Euro als Spende für den Einsatz der Clowns auf der Kinderstation im Diako überweisen", freute sich die Präsidentin Christa Förster-Müller (1.) über den erneuten Erfolg.

Oktober 2019, Lion Magazin

Großes Kino für kleine Patienten

Lions Club LEA übergibt 1.200 Euro an die Klinikclowns

Der Lions Club LEA übergibt 1.200 Euro an die Klinikclowns in der Kinderabteilung des Agaplesion Diakonieklinikums, Rotenburg (Wümme).

Klinikclowns bekommen regelmäßig Erlöse einer besonderen Kinomatinee

von Christa Förster-Müller

Auf der Suche nach neuen Aktivitys hat der Lions Club Rotenburg (Wümme) LEA die Idee einer Kinomatinee so interessant umgesetzt, dass die Veranstaltung bereits im siebten Jahr ausgesprochen erfolgreich ist. Jeweils Wochen vorher sind die gut 100 Eintrittskarten verkauft, weil man weiß, zur Kinomatinee der LEAs gibt es nicht nur einen guten Film zu sehen, sondern auch ein leckeres, passendes Frühstück vorweg.

Passend bedeutet: Zu einem französischen Film kann man sich auf ein französisches Frühstück mit Croissants und Cafe au lait und vielen weiteren französischen Leckereien freuen - zum Münchener Film wurden zünftig Bayerische Spezialitäten und Schmankerl serviert. Das kommt beim Publi­kum gut an. Die Matinee findet jeweils an einem Sonntagmorgen Ende Februar statt. Eine gut gewählte, weil eventarme Zeit. Als Kino-Kulisse dient das Rotenburger Heimathaus - eine schöne Umgebung, die die Veranstaltung atmosphärisch bestens unterstützt.

Bei der Auswahl der Filme legt das Kinoma­tinee-Team besondere Maßstäbe an: Ein gewis­ses künstlerisches Niveau vorausgesetzt, wer­den stets Filme gezeigt, die die Besucher mit einem Lächeln und guter Laune nach Hause verabschieden.

Mit dem Film „Pilgern auf Französisch" ist der Damenclub vor sieben Jahren in die Matinee-Rei­he gestartet. Es ist die höchst unterhaltsame Geschichte einer Wallfahrt in Form eines langsamen Roadmovies, wie das Filmlexikon anmerkt. Den Gästen hatte es so gut gefallen, dass im fol­genden Jahr der Film „Best Exotic Marigold Hotel" wieder volles Haus hatte: eine Komödie mit Tiefgang. Britische Rentner mit wenig Geld - aber genügend Abenteuerlust - beschließen, ihren Lebensabend in einem indischen Hotel zu verbringen. Die Rotenburger LEAs hatten sich für das Frühstück orientalische Spezialitäten einfallen lassen: Hackfleischbällchen-Curry, Datteldip, Hummus und Lassi begeisterten die Gäste am stark frequentierten Buffet. Und damit nicht genug: Die Gastgeberinnen begrüßten die Gäste stilecht im Sari.

Unvergessen auch die Matinee mit dem Film Brot und Tulpen", zu dem mediterrane Spezialitäten serviert und der Raum italienisch dekoriert wurde. Zum Film „Almanya - Willkommen Deutschland" wurden türkische Spezialitäten dank der tatkräftigen Unterstützung der türkischstämmigen Familie eines Clubmitglieds angeboten. Ein echtes Highlight bei den Gästen! Dank hoher Akzeptanz der Lions-Arbeit vor werden die Lebensmittel für den leckeren Frühstücks-Brunch regelmäßig durch einen Supermarkt und einen regionalen Bäcker gespendet.

Bei der Herstellung der besonderen Speisen sind viele LEAs aktiv und backen, brutzeln, kochen und dekorieren. Aufgrund der vielen besonderen Ideen für landestypische Spezialitäten, die sich über sieben Jahre angesammelt haben, wurde im letzten Jahr ein Rezeptbuch erstellt, das Gäste und Lionsfreunde gegen eine Schutzgebühr erwerben können.

Der Eintrittspreis für die Matinee beträgt 20 Euro, für den Begrüßungssekt geben die Gäste gern noch einen weiteren Obolus. Aufgrund der großzügigen Lebensmittelspenden und der selbst hergestellten Spezialitäten können die LEAs regelmäßig mit einem Erlös von bis zu 2.000 Euro rechnen. Davon gehen jährlich 1.200 Euro an die Einrichtung der Bremer Klinikclowns, die durch ihre engagierte und ausgezeichnete Arbeit in den Kinderstationen der umliegenden Kliniken kleine Menschen in schwierigen und angstbesetzten Situationen zum Lachen bringen. "Dürfen wir hereinkommen?" Mit dieser Frage beginnt jeder Besuch der einfühlsamen Clowns, die kleine Momente der Leichtigkeit in den Alltag der jungen Patienten bringen.

Die Auftritte der Klinikclowns stehen für eine besondere Art der Zuwendung für die jungen Patienten. Sie bieten eine spielerische Ablenkung von den medizinischen Behandlungen und bilden ein Gegengewicht zum ungewohnten Alltag im Krankenhaus. Eine Arbeit, die auch von Ärzten und Pflegepersonal sehr geschätzt wird. Bei Kindern, die vor Operationen von Clowns besucht werden, sinkt die Angst vor dem Eingriff deutlich: Denn „Lachen ist gesund" und trägt zur Genesung bei.

Zur Matinee ist oftmals ein Klinikclown mit von der Partie und informiert und erfreut auch das Kinopublikum.

20. September 2019, Rotenburger Kreiszeitung

Auch Lehrer müssen noch lernen

Lehrkräfte des Sottrumer Gymnasiums beim Seminar

Lehrkräfte des Sottrumer Gymnasiums beim Seminar. Foto: Goldstein

Fortbildungsprojekt „Lions Quest" mit 22 Pädagogen des Gymnasiums

Rotenburg/Sottrum - Insgesamt 22 Lehrkräfte des Gymnasiums Sottrum haben an einer Fortbildung für das Jugendförderprogramm Lions Quest "Erwachsen werden" in Rotenburg teilgenommen. Der Trainer Rolf Hetzel schulte praxisorientiert, wie Lehrer zehn bis 14-jährigen Schülern soziale Kompetenzen planvoll vermitteln können. Das Fortbildungsangebot "Lions Quest" wurde initiiert und organisiert von den Leas, also den Lions-Damen.

Die Lehrer lernten, wie sie den Aufbau von Selbstvertrauen und kommunikative Fähig­keiten der Schiller unterstützen und stärken. Dazu gehörten auch Tipps des Trainers, wie Kontakte und positive Begegnungen aufzubauen und zu pflegen sind, sowie konstruktive Lösungen bei Konflikt- und Risiko-Situationen, die die Pubertät häufig mit sich bringt, zu finden.

"Gleichzeitig sollen die Lehrer im Unterricht mit dem Programm den jungen Menschen Orientierung beim Aufbau eines eigenen, sozial eingebundenen Wertesystem anbieten können", so die Leas. Zur Implementierung in den Unterricht wird seitens des Landeskultusministeriums für die Dauer von zwei Jahren eine Praxisbegleitung zur Verfügung gestellt. Go

11. September 2019, Rotenburger Kreiszeitung

Integration erfordert Geduld

Katharina Engelhardt, Silke Dodenhoff und Christa Förster-Müller

Katharina Engelhardt, Silke Dodenhoff und Christa Förster-Müller. Foto: Goldstein

Rotenburger LEAs informieren sich über Förderprojekte für Zuwanderer

Die Präsidentin der Rotenburger LEAs (Lions-Club-Damen), Christa Förster-Müller, hat sich für ihre Amtszeit Schwerpunkte gesetzt. „Mein Motto ist Kultur und Interkultur in der Kreisstadt und umzu“, erklärt die Präsidentin. Dazu gehört für sie auch das Thema Zuwanderung. Deswegen hat sie Silke Dodenhoff vom Jugendberufszentrum des Landkreises und die stellvertretene Schulleiterin der Berufsbildenden Schulen Rotenburg, Katharina Engelhardt, zu einem Vortrag in das Landhaus Wachtelhof gebeten.

Die beiden Referentinnen informierten über ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit jungen Migranten von der Ankunft 2015 bis heute. Ziel sei es, die Menschen in die Gesellschaft zu integrieren und dazu gehöre auch die Teilhabe am Berufsleben. Sie legten eine Bilanz der bisherigen Erfolge aber auch Misserfolge vor. „Alle Beteiligten sind sehr euphorisch gestartet“, so Engelhardt. Auch die LEAs haben sich 2015 mit Kleider- und Spielzeugsammlungen an Aktionen zugunsten der Flüchtlinge beteiligt. Engelhardt und Dodenhoff haben sich im Arbeitskreis für Arbeitsmarktintegration kennengelernt und gemeinsam Projekte in Angriff genommen, die jeder für sich alleine nicht hätte schaffen können.

„Wir haben zunächst alle – inklusive das Kultusministerium – gedacht, dass wir unser Ziel in einem Jahr erreichen können. Sind aber schnell eines Besseren belehrt worden“, reflektiert Engelhardt. Selbst zwei Jahre Vorbereitung hätten nicht gereicht, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Das Lernen der deutschen Sprache sei eine wesentliche Grundlage für die Zukunft der Migranten. Sprachförderklassen wurden eingerichtet, Sprach- und Integrationsprojekte (Sprint) eingeführt. Schwerpunkt sei immer der Spracherwerb gewesen. Neben der Einführung in die regionale Kultur- und Lebenswelt erhielten die zumeist jungen Menschen eine Einführung in das Berufs- und Arbeitsleben inklusive Praktika. Die Abbruchzahlen bei den verschiedenen Sprint-Programmen sei hoch. Einige Angemeldete sind gar nicht erst zum Schulbeginn erschienen, weil sie den Landkreis oder Deutschland verlassen haben oder untergetaucht sind, erklärt Dodenhoff.

Die Erfahrungen mit Sprint hätten gezeigt, dass die Ausbildungsreife nur in Ausnahmefällen tatsächlich erreicht worden sei. Eine zusätzliche Alternative musste her. Da kam die Akademie für Wirtschaft und Logistik (AWL) ins Spiel. Mit einem innovativen Projekt „Eine kleine Ausbildung in der Lagelogistik“ plus Sprachausbildung für Migranten ging an den Start. Mit zwölf Zertifikaten für die Teilqualifikation in der Lagerlogistk hat sich dieses Projekt zu einem Erfolg geführt. Neun Teilnehmer haben bereits einen festen Arbeitsplatz gefunden.

Nun soll das Projekt eine Fortsetzung finden. Diesmal wird die „kleine Ausbildung im Verkauf“ durchgeführt. Wieder ziehen das Jugendberufszentrum, die AWL und die BBS an einem Strang. Voraussetzungen für die Teilnehmer ist das Sprachniveau A2, Mindestalter 18 Jahre, Migrationserfahrung und Interesse an einer Ausbildung oder Arbeitsaufnahme im Bereich Verkauf. „Wir bieten Beratung, Begleitung und Informationen rund die Themen Schule, Ausbildung und Arbeit“, betont Dodenhoff. Mit Berufsinformationstagen für zugewanderte Schüler wollen sie Perspektiven für den Übergang von der Schule in den Beruf aufzeigen.

Langzeitpraktika von sechs bis zwölf Monaten unter dem Motto „learning on the job“ sollen den Einstieg in einen Beruf weiter fördern. Die BBS unterstützt mit Sprachassistenz und bietet unter anderem Hilfe bei der Übersetzung aus der Muttersprache an. Das BBS-Projekt IGEL „Individuelle Begleitung junger Geflüchteter“ am Lernort BBS richtet sich an junge Geflüchtete, die bereits eine Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung mit Besuch der Berufsschule begonnen haben. Die Schule bietet ihnen eine individuelle Unterstützung und Begleitung durch engagierte Lehrer. Goldstein

05. Juli 2019, Rotenburger Kreiszeitung online

Förster-Müller neue Lea-Präsidentin

Christa Förster-Müller und Anke Schmidt-Rathsmann

Christa Förster-Müller (l.) und Anke Schmidt-Rathsmann bei der Übergabe der Urkunde. Foto: Goldstein

Vorgängerin Anke Schmidt-Rathsmann zieht Bilanz der Aktivitäten 2018

Rotenburg – Bei bestem Outdoor-Party-Wetter hat Anke Schmidt-Rathsmann ihr Amt als Präsidentin der LEAs, den weiblichen Mitgliedern des Rotenburger Lionsclubs, an Christa Förster-Müller übergeben. Schmidt-Rathsmann hatte die Neue den LEAs vorgeschlagen, und die haben die Wahl bestätigt. Die ehemalige Personalleiterin von „pds“ wird nun für ein Jahr die Geschicke der Löwinnen lenken.

Im Garten ihres Hauses an der Verdener Straße zog die ehemalige Präsidentin im Kreise der rund 40 Lions-Damen eine Bilanz der guten Taten, die während ihrer Amtszeit über die Bühne gegangen sind. Viele Aktivitäten wie der Besuch bei Simbav, der Ausflug zum Hartmannshof, die Lea-Tombola auf dem Nikolausmarkt oder ein Vortrag bei „Wildwasser“ hatte sie perfekt organisiert. „Es war ein tolles und ereignireiches Jahr für mich.“ Förster-Müller hat sich für ihre Amtszeit 2019/20 einige Prioritäten gesetzt. Im Gespräch erklärte sie, dass in ihrem Programm unter dem Oberbegriff „Kultur und Interkultur“ einige Aktivitäten stattfinden werden. Dazu zählen unter anderem Besuche bei kulturellen Einrichtungen und interkulturellen Veranstaltungen in Rotenburg, die sie in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken möchte. Außerdem werde sie viel Wert auf Veranstaltungen der LEAs mit Menschen andererer Kulturen und Religionen legen. Das Engagement vieler Ehrenamtlicher aus Rotenburg auf diesem Gebiet sei beispielhaft. „Mich interessieren die Institutionen, die sich mit Migranten aber auch Emigration beschäftigen.“ Zudem möchte sie die Eingewanderten einladen und mehr über deren Leben erfahren. go

28. April 2019, Rotenburger Kreiszeitung online

LEAs Oldie Night 2019

Oldie Night 2019

Beste Stimmung bei Oldie-Party der LEAs

Rotenburg – Oldies sind Gold Wert – das hat sich bei der neunten Auflage der Benefizveranstaltung der LEAs – der „Oldie- Night“ – am Samstagabend im Gemeindesaal der Stadtkirche einmal mehr herausgestellt.

Zielgruppe der Einrichtung sind Kinder, Jugendliche und Frauen des gesamten Landkreises. Inzwischen ist der Ev.-luth. Kirchenkreis Rotenburg Träger. Stadt und Landkreis sowie ein Förderverein beteiligen sich an der Finanzierung.

Die nostalgische Reise durch die Rock-, Pop- und Schlagerszene der 1960er bis 1990er Jahre, aufgelegt vom DJ Julian Renken, hat der Frauengruppe des Rotenburger Lions Clubs ein volles Haus beschert und am Ende ordentlich Geld in die Spendenkasse gespült. „Wir werden mit dem Reinerlös in diesem Jahr wieder Finanzspritzen für den guten Zweck verteilen“, erklärt die Präsidentin der LEAs, Anke Schmidt-Rathsmann, am Rande der Veranstaltung. Die großen Hits von damals haben kein bisschen an Beliebtheit verloren. Die Songs der internationalen Stars wie Buddy Holly, Chubby Checker, ABBA und deutschen Schlagerstars wie unter anderem Marianne Rosenberg, Nena und der Münchner Spider Murphy Gang sind weiter „in“.

Textsicher stimmten die Tanzenden bei Rosenbergs „Er ist nicht wie Du“ mit ein. Dabei schauten die Frauen ihren Tanzpartnern besonders tief in die Augen. Spätestens bei Checkers Superhit von 1962 – „Come on let’s twist again“ – füllte sich gleich am Anfang der Veranstaltung die Tanzfläche und blieb auch bis zum Ende weit nach Mitternacht reichlich gefüllt.

Die LEAs in den knallroten Polo-Shirts taten währenddessen alles, um den Gästen einen tollen Abend zu bieten. Ob hinter der Theke, an den Tischen oder am Imbiss-Wagen – der Service für die Gäste und die Versorgung liefen reibungslos.
go

Fotos: go

10. März 2019, Rotenburger Kreiszeitung online

Seminar mit großer Strahlkraft

Lions Quest Projekt 2019

Rollenspiele unter Paukern: Schulleiter Sven Borstelmann (r.) und seine Kollegen hatten bei den Praxiseinheiten sichtbar viel Spaß. Fotos: Warnecke

Zweieinhalbtägiges Präventionsprojekt „Erwachsen werden“ an der Beekeschule

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Das sieht man auch nicht alle Tage: Gestandene Lehrer, die miteinander rangeln – und dabei ganz bewusst in die Rolle ihrer Schützlinge schlüpfen. Auf der Brust tragen sie Schilder mit Vornamen: Sven, René, Sarah und wie die Damen und Herren Pädagogen noch alle heißen. Ja, da war was los in der Beekeschule. Und irgendwie auch wieder nicht. Denn für ein hausinternes Seminar, welches das Kollegium der Scheeßeler Oberschule von Donnerstag bis Sonnabend auf Trab halten sollte, hatte die komplette Schülerschaft doch gleich einmal freibekommen.

„Der Jubel unter den Kindern und Jugendlichen war natürlich groß, als sie erfahren haben, dass sie zu Hause bleiben dürfen“, erzählt Sarah Eckert in der Kaffeepause. Sie ist eine unter den 31 an der Schule tätigen Lehrkräften, die bei einem Präventionsprogramm des Lions Clubs lernten, wie sie ihrer „Klientel“ effektiv soziale Kompetenzen vermitteln können.

„Erwachsen werden“ nennt sich dieses und hat zum Ziel, Kinder so zu stärken, dass sie Verantwortung übernehmen und Selbstvertrauen aufbauen können. „Im Prinzip geht es darum, den Lehrkräften im Bereich soziale Kompetenz das entsprechende Werkzeug im Umgang mit ihren Schülern an die Hand zu geben“, erklärt Trainerin Anke Drewes, Leiterin der Oberschule in Hanstedt (Landkreis Harburg). Beim „Erwachsen werden“ ginge es um die Resilienz, soll heißen: um die psychische Widerstandskraft. Zehn- bis 14-Jährige sollen dadurch Konsequenzen und Gefahren einschätzen können, „darüber hinaus sollen sie im Nachhinein aber auch besser erkennen, was ihnen selbst guttut“, so Drewes. Gewalt- und Drogenprävention bildet dabei einen Teil der zweieinhalbtägigen Fortbildung, die der Lions Club Deutschland im Rahmen seines Programms „Lions Quest“ entwickelt hat und die von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) finanziell gefördert wird.

„Früher war es so, dass man über die Suchtmittel gesprochen hat“, meint Beekeschulleiter Sven Borstelmann, „jetzt muss man die Kinder aber so weit stärken, dass sie gar nicht erst süchtig werden wollen.“ Er ist durchaus stolz auf sein Kollegium: „Alle haben sich für das Seminar freiwillig gemeldet, das zeigt das große Interesse.“ Die Präventionsprojekte seien nicht Teil der Lehrerausbildung, „aber für die jüngere Schülerschaft hier sehr hilfreich“, betont Borstelmann, der das Seminar an seine Schule geholt hat. Immerhin, ergänzt Sarah Eckert, seine Kollegin, „werden in der Pubertät die Hirne noch einmal neu formatiert“. Daher sei es gerade in diesem Alter angebracht, die sozialen Kompetenzen und die Widerstandsfähigkeit zu stärken, um die Schüler fit fürs Leben zu machen. An der Lions-Quest-Schulung gefällt ihr vor allem, dass sie praxisorientiert ist und nicht bloß Vorträge aneinanderreiht.

„Die Lehrer können schon nächste Woche in ihren Klassen mit der Umsetzung starten“, erläutert Trainerin Anke Drewes. Dafür würde jeder von ihnen einen Ordner mit ausgearbeiteten Unterrichtssequenzen an die Hand bekommen. „Ich habe auf jeden Fall schon jede Menge Tipps für meinen Unterricht bekommen und weiß jetzt noch mehr über die Möglichkeiten, Kindern und Jugendlichen Teamgeist und soziales Verhalten zu vermitteln“, sagt Eckert, die unter anderem Deutsch, Sport und Geschichte lehrt. Sie selbst harre nach der Fortbildung

gespannt der Dinge, die nun kommen würden. Ob ihre Schüler das auch so sehen, ist nicht überliefert.

23. Januar 2019

Gritt Ladwig stellt die Arbeit der Beratungstelle "Wildwasser" vor

Vortrag Wildwasser

Anke Schmidt-Rathsmann (v.l.), Gritt Ladwig

1-2 Kinder pro Schulklasse erfahren sexualisierte Gewalt

Und zwar auf dem Land und in der Stadt und unabhängig von der sozialen Schicht, unabhängig vom Bildungsniveau. Also gibt es bei uns "Wildwasser" - die "Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt". Denn auch in Rotenburg gebe es Väter, Großväter und Onkel, die Kinder aus der eigenen Familie missbrauchen. Anders als häufig angenommen kämen die Täter vor allem aus dem familiären Umfeld oder dem persönlichen Nahbereich. Täterinnen seien eher die Ausnahme, wobei die Dunkelziffer unbekannt sei. Psychologin Gritt Ladwig referierte. Sie besetzt eine halbe von 1,5 Psychologen-Stellen der Beratungsstelle in Rotenburg und war beim Lions Club Rotenburg/Wümme (LEA) zu Gast.

Zielgruppe der Einrichtung sind Kinder, Jugendliche und Frauen des gesamten Landkreises. Inzwischen ist der Ev.-luth. Kirchenkreis Rotenburg Träger. Stadt und Landkreis sowie ein Förderverein beteiligen sich an der Finanzierung.

Was genau sind die Aufgaben von "Wildwasser"? Die Mitarbeiterinnen kümmern sich um Prävention, die Arbeit erfolgt mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Pädagogen. Ebenso bieten sie Fortbildungen an. Hier werden z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger und Erzieher geschult, damit sie wissen, worauf sie im Umgang mit Betroffenen und deren Angehörigen achten müssen. Als ganz wichtig gilt auch die Öffentlichkeitsarbeit, da eine Stelle, deren Arbeit nicht bekannt ist, nicht angelaufen wird. Insbesondere gelte dies für ländliche Gegenden, in denen besondere Hemmschwellen bestehen. Und letztlich beraten die Psychologinnen. Jugendliche suchten die Beratungsstelle häufig selbstständig auf, die jüngeren würden vertreten von Fachpersonal oder Angehörigen. Auch Lehrer und Erzieher benötigten Auskunft, da sie naturgemäß besonders gefordert sind. Die Beratungsstelle sei gut ausgelastet, da der Beratungsbedarf vieler Betroffener sich über mehrere Termine erstrecke (manche 2x pro Woche, manche 1x im Monat). Die Weitervermittlung auf einen Therapieplatz sei insbesondere in der Fläche schwierig, da es zu wenige niedergelassene Therapeuten gebe. Da kämen schon mal Wartezeiten von 1,5 Jahren vor - die "Wildwasser" dann eben überbrücken würde.

Die LEAs laufen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, aber sie waren beeindruckt von der (statistisch) hohen Zahl der Missbrauchsfälle und hatten viele Fragen an die Referentin. Insbesondere praktische: Was können wir tun, was müssen wir wissen? Sowohl für die Lehrer in der Schule als auch für alle anderen ohne entsprechende Ausbildung gelte dasselbe: Wenn ein Verdacht aufkommt, heiße es zu dokumentieren, auch über einen längeren Zeitraum, damit die Beweislage klar ist, zudem gelte es, Experten dazuzuholen. Im Akut-Fall sei Ruhe zu bewahren, es sei zu deeskalieren und vor allem zuzuhören. Die Symptome der Betroffenen seien sehr unterschiedlich. Manche zeigten selbst sexualisiertes Verhalten, einige seien sehr zurückgezogen, wieder andere hätten Bauchschmerzen, seien aggressiv oder hätten Alpträume.

Jeder, der sich unsicher sei, ob er es mit einem Fall von Missbrauch zu tun habe, so Frau Ladwig, sei herzlich eingeladen, sich an Wildwasser zu wenden, die Sachlage zu schildern und sich beraten zu lassen.


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